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17.07.2015: Land Hessen genehmigt Förderbescheid nicht

ffw neubau Entwurf

 

Die Pläne für die neue Feuerwehr in Georgenhausen sind schon länger fertig, was seit Dezember 2013 fehlte, war die Zuwendung des Landes Hessen. Nun steht fest: diese wird es nicht geben. Nun muss das Parlament entscheiden, ob die Stadt das Gebäude komplett selbst finanziert.

Die Verärgerung im Reinheimer Rathaus ist groß: Seit Dezember 2013 wartet die Stadt darauf, dass das Land Hessen erklärt, ob es die neue Feuerwehr in Georgenhausen, die etwa 2,7 Millionen Euro kosten wird, fördert. Es geht um rund 246 000 Euro an Zuwendungen. Aus Wiesbaden gab und gab es allerdings kein Signal. Erst nun, nach wiederholtem Nachfragen der Stadt, gab es die Auskunft, dass es kein Geld vom Land geben wird. Sauer ist Bürgermeister Karl Hartmann (SPD) vor allem deshalb, weil viel Zeit damit vertan wurde. Nur, falls ein Vorhaben in der selben Größenordnung in Hessen zurückgestellt wird, könnte Reinheim eventuell noch zum Zug kommen. Allerdings ist eine Entscheidung nicht vor dem Jahresende zu erwarten. Und ob es überhaupt Geld gibt, ist mehr als fraglich.

Der Bürgermeister will deshalb nicht länger warten. „Wir haben schon wertvolle Monate durch das Zögern des Landes verloren“, sagt Hartmann. Ordnungsamtsleiter Gerd Fischer ergänzt: „Und die Feuerwehren hängen in der Luft.“ Deshalb soll der Bau des neuen gemeinsamen Gebäudes für die Wehren aus Georgenhausen und Zeilhard bald begonnen werden. „Wir kommen ja jetzt schon in die Wintermonate mit dem Baubeginn“, sagt Bauamtsleiter Michael Knapp. Entscheiden darüber wird aber das Parlament, wohl in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am Dienstag (21.). Sollte die Entscheidung dort nicht getroffen werden, wird es wohl nichts mehr mit einem Baubeginn in diesem Jahr. Das liegt vor allem daran, dass die Arbeiten noch ausgeschrieben werden müssen. Sollte das Parlament zustimmen, könnte im November Baubeginn sein. Eventuell könnte das Gebäude dann im Frühjahr 2017 fertig sein. Ursprünglich war Oktober 2016 vorgesehen.

Die bebaute Fläche an der verlängerten Dörnbachstraße beträgt dann 1640 Quadratmeter, das Gebäude wird komplett niederflurgerecht sein. Am Haupteingang gibt es eine behindertengerechte Rampe. Der Entwurf zeigt eine eingeschossige Bauweise – barrierefrei – mit fünf Boxen für die Einsatzfahrzeuge und einem Verwaltungstrakt. Alleine der Verwaltungstrakt verfügt über 645 Quadratmeter, hinzu kommt noch eine Fläche von 440 Quadratmeter, die für das
Abstellen der Einsatzfahrzeuge dient. Inklusive Erschließungsarbeiten und Ausbau des Feldwegs „Die Göbeläcker“ summieren sich die Kosten schätzungsweise auf rund drei Millionen Euro.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Hartmann,„alle Planungen sind fertig, jetzt muss nur noch der Startschuss erfolgen.“ Den müsste in dem Fall nun das Parlament geben, nicht das Land Hessen.

In die alte Feuerwehr in Zeilhard wird das Rote Kreuz Zeilhard-Georgenhausen ziehen, das derzeit noch einen Raum im Bürgerhaus Georgenhausen sowie einen Raum dort nutzt. Für die alte Feuerwehr in Georgenhausen gibt es hingegen noch keinen Verwendungszweck.

Quelle: Darmstädter Echo

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