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Dachstuhlbrand 10.10.1998

Noch ist die Ursache für den Brand, dem am Samstag Vormittag im Reinheimer Neubaugebiet „Nordwest" eine Doppelhaushälfte zum Opfer fiel, nicht geklärt. Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) untersuchten gestern die Überreste des Hauses nach Hinweisen, die darüber Aufschluss geben können, wo und wodurch das Feuer ausbrach. Der geschätzte Sachschaden beträgt, wie berichtet, nach ersten Erkenntnissen rund 200 000 DM.
Die Reinheimer Feuerwehr war, wie Wehrführer Lutz Gerhardt gestern auf Anfrage mitteilte, zunächst zu einem Dachstuhlbrand gerufen worden, stellte aber beim Eintreffen am Brandort fest, dass es sich um einen ausgewachsenen Wohnhausbrand handelte. Parallel zum ersten Brandangriff wurden die Stadtteilwehren zu Hilfe gerufen. Dies vor allem, weil benachbarte Gebäude gesichert werden mussten.
Als wir am Brandort eintrafen, waren durch die Hitzeentwicklung bereits Fensterscheiben eines benachbarten Hauses geplatzt, berichtet Lutz Gerhardt. Auch die nicht vom Brand betroffene zweite Doppelhaushälfte musste gesichert werden. Einen besonderen Gefahrenherd stellte auch die Gasleitung dar, die vom Keller aus bis zur Heizung im Dachgeschoss führte, so der Reinheimer Wehrführer.
Herbeigerufen wurden auch die Wehren aus Dieburg und aus Münster. „Die Dieburger Wehr mit ihrer Drehleiter musste zwar für das Löschen nicht mehr eingesetzt werden, übernahm später aber das Abdecken des ausgebrannten Dachstuhls mit Planen, berichtet der Reinheimer Wehrführer. Die Münsterer Feuerwehr verfügt über eine so genannte Infrarotwärmebildkamera, mit der versteckte Brandnester, die sich dem bloßen Augen entziehen, entdeckt werden können. Auch die Schnelle Einsatzgruppe des DRK Reinheim und der Notarzt wurden zum Brandort gerufen und übernahmen die Erstversorgung der Hausfrau, die einen Schock erlitt, als sie vom Einkaufen nach Hause kam und ihr Haus in Flammen sah. „Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Personen im Haus, lediglich ein Hund, und den konnten wir in Sicherheit bringen, so der Reinheimer Wehrführer.
Nach rund 30 Minuten hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle, waren die Flammen gelöscht. Doch dauerten die anschließenden Aufräum- und Nachlöscharbeiten noch Stunden. Erschwert wurde der Einsatz der Feuerwehren durch die engen Fahrbahnen im Neubaugebiet, die durch parkende Fahrzeuge für die Löschfahrzeuge fast unpassierbar waren und ein geordnetes Befahren problematisch machten. Dazu kamen noch die zahlreichen Neugierigen und Schaulustigen, die in nahezu unverantwortlicher Weise die Löscharbeiten erschwerten. Bis an den Brandort wollten sie mit ihren Pkw rollen, fuhren dabei sogar über Schlauchleitungen, schimpfte gestern Wehrführer Lutz Gerhardt.
(Darmstädter Echo)

Im Einsatz:
Feuerwehr Georgenhausen und Zeilhard, Feuerwehr Spachbrücken und Ueberau, Feuerwehr Dieburg, Feuerwehr Münster, Feuerwehr Reinheim
Polizei Ober Ramstadt
SEG Reinheim, RTW Reinheim, NEF Groß Umstadt


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