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Gasexplosion in Wohnhaus 19.08.2001

Zahlreiche Anwohner meldeten der Zentralen Leitstelle Dieburg eine Gewaltige Explosion und Gebäudeeinsturz. In der Erstphase wurden die Feuerwehren Reinheim, Georgenhausen, Spachbrücken, Ueberau, Zeilhard und Dieburg alarmiert. Hinzu kamen Rettungsdienst, Notärzte, SEG Reinheim, SEG Zeilhard-Georgenhausen, SEG JUH Dieburg, Kreisbrandinspektor und das ELW 2 des Landkreises Darmstadt Dieburg.
Zwei Personen konnten sofort befreit werden, und dem Rettungsdienst leicht Verletzt übergeben werden. Die weitere Erkundung und die Rücksprache trotz erheblicher Verständigungsprobleme ergab, das noch drei weitere Personen im Gebäude vermisst wurden. Daraufhin alarmierte man mehrere Rettungshundestaffeln und das THW, sowie die Berufsfeuerwehr Darmstadt mit ihrem Kranwagen und einem HTLF. Der Einsatzschwerpunkt lag im weitestgehend zerstörten hinteren Gebäudeteil, in dem sich die Schlafzimmer befanden. Zwei Kinder konnten sofort geortet und befreit werden. Für ein Kind kam aber die Hilfe zu spät. Alle Maßnahmen zweier Notärzte blieben ohne Erfolg. Ein verschütteter Junger Mann war unter mehreren Tonnenschweren Betondecken begraben, konnte aber mit seinem Handy auf sich aufmerksam machen. In Zusammenarbeit zwischen THW und Feuerwehr wurde die Rettung durchgeführt. Dabei Unterstützte der Kran der Berufsfeuerwehr die Arbeiten. Nach rund drei Stunden konnte man den Jungen dann befreien. Die Gasleitung wurde durch ein Gasversorgungsunternehmen abgesperrt und verschlossen.Das Größte Problem war die Zuordnung der Personen und somit die Fragestellung, ob noch weitere Personen verschüttet sind. Die Einsatzleitung beschloss deshalb, alle Betroffenen Personen, die zwischenzeitlich bei Verwanden untergebracht waren oder sich im Kreiskrankenhaus befanden, persönlich aufzusuchen und mit der Meldeliste abzugleichen. Schließlich bestätigte auch der Hausbesitzer, dass sich keine weiteren Personen mehr im Gebäude befinden könnten. Dies wurde durch den Einsatz der Rettungshunde bestätigt. Danach begann das THW mit Sicherungs- und Aufräumarbeiten. Die Unglücksursache ist durch ein Beschädigtes Erdkabel eines Stromversorgungsunternehmens  zurückzuführen. Bei der Installation des Gasanschlusses wurde das Kabel angeritzt, ebenso wurde die Leitung beschädigt. Das Gas konnte durch das Erdreich in den Keller einströmen, ein Kurzschluss löste dann die Tragödie aus.


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