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Kurz Chronik Feuerwehr Georgenhausen

chronik 01Bevor in den einzelnen Gemeinden und Städten Freiwillige Feuerwehren gegründet wurden, war es Pflicht, für jeden männlichen Bürger im Alter von 18 bis 65 Jahren seinen Feuerwehrdienst abzuleisten. Laut Gesetz hatte jede Gemeinde eine Feuerwehr mit den nötigen Gerätschaften auszurüsten, und war für die Brandbekämpfung selbst verantwortlich. Dieses Gesetz hat heute noch Gültigkeit, nur sind die Pflichtfeuerwehren durch Freiwillige Feuerwehren ersetzt worden. So war es auch bei uns als die Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde. Georgenhausen hatte 1936 ungefähr 300 Einwohner und stellte eine Pflichtfeuerwehr von 76 Mann. Schon damals hatten sich 44 Männer bereiterklärt der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten.Die damaligen Feuerwehren bestanden im Gegensatz zu heute aus einzelnen Abteilungen und zwar: aus der Steiger-, Spritzen- und Hydrantenabteilung und der Ordnungsmannschaft. So wie es in der Stammrolle vermerkt ist, hatte jeder Feuerwehrmann seinen fest eingeteilten Platz. Eine besondere Position nahm der Signalist ein. Er musste die Feuerwehr mit seinem Signalhorn alarmieren.Leider wurde durch den Krieg unsere Feuerwehr jäh auseinander gerissen. Die jungen Männer mussten in den Krieg und für die entstandene Lücke wurden Frauen und Mädchen verpflichtet. Bei jedem Fliegeralarm musste die Feuerwehr ins Gerätehaus zur Bereitschaft, oft 2-3 mal in einer Nacht.

Nach dem Krieg war bei fast allen Feuerwehren ein großer Tiefpunkt. Durch einen Appell an alle Georgenhäuser chronik 02Männer wurde 1953 die Talsohle überwunden und es standen über 40 Mann der Freiwilligen Feuerwehr wieder zu Verfügung. Trotz der großen Leere in der Gemeindekasse konnte man mit viel Überredung 1949 ein neues Gerätehaus bauen. Zu unserem 25 Jährigen Jubiläumsfest im August 1961 konnten wir ein gebrauchtes Löschfahrzeug (LF8/TS) in den Dienst nehmen. Stolz waren wir alle, denn wir waren damals die erste Gemeinde unter 500 Einwohnern die ein Löschfahrzeug hatte. Von dem Erlös des Feuerwehrfestes kauften wir noch einen gebrauchten VW Bus und rüsteten ihn in Eigenhilfe als Schlauchwagen aus. Unter der Amtszeit von Bürgermeister Heinrich Humbs wurde die Ausrüstung der Feuerwehr wesentlich verbessert.
Unser aller Wunsch ging in Erfüllung als wir 1972 ein neues Tanklöschfahrzeug bekamen.Auch unser alter VW Bus wurde durch einen neuen ersetzt.

Bei der Übernahme durch die Stadt Reinheim besaß unsere Feuerwehr eine staatliche Ausrüstung. Aber auch der Stadt Reinheim geben wir große Anerkennung, als unser altes LF8 seinen Dienst versagte, bekamen wir durch die Stadt Reinheim ohne große Umstände ein neues LF8. Aber auch unser Feuerwehrhaus wurde ausgebaut und umgebaut. So können wir nun unsere Schulungsabende abhalten und die Pflege der Kameradschaft kommt auch nicht zu kurz.

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